Neue Wege der Bildung

Die klassischen Bildungskonzepte stehen auf dem Prüfstand. Der so genannte Frontalunterricht, in dem der Lehrer vor der Klasse steht und die Schüler fast jedes Wort aufschreiben, hat ausgedient. Denn Bildung ist heute nicht mehr die Vermittlung von Wissen, sondern Hilfe, es zu verstehen.

Das Internet als Lexikon

Wir brauchen heute keine Lehrer mehr, die uns Wissen vermitteln, weil wir es uns selbst im Internet aneignen können. Ob Wikipedia oder Online-Akademie, YouTube-Videos oder Kurse von renommierten Unis: Wissen ist heute nichts, was nur ein Lehrer hat. Was wir aber lernen müssen, ist dieses Wissen zu geweichten, zu verstehen und einzuordnen.

Neue Aufgaben für Lehrer

Die neue Rolle des Lehrers wird die eines Mediators sein. Wissen eignen sich die Schüler selbst an, das sind die Hausaufgaben von morgen. In der Klasse wird dann – wie schon in der Universität – über das Gelernte gesprochen, es diskutiert und eventuell aktualisiert.

Aktuelles Wissen

Es wird heute so viel mehr geforscht als früher, dass fast jedes Studium schon veraltet ist, wenn man es abgeschlossen hat. Lehrer vermitteln also altes Wissen und es gibt nur wenige, die sich ständig auf dem neuesten Stand der Forschung befinden. Hier können Online-Kurse für Lehrer eine Abhilfe schaffen. Grundsätzlich kann man über das Internet heute einen aktuellen Forschungsstand erhalten, ohne in Bibliotheken Karteikästen zum durchsuchen.

Peer-to-Peer-Learning

Eine weitere Methode kann das Peer-to-Peer-Learning in der Zukunft darstellen. Hierbei bringen sich Altersgenossen Lerninhalte gegenseitig bei. Es setzt voraus, dass einige mehr wissen als andere, aber nicht jeder im gleichen Gebiet ein Fachmann ist. Der Vorteil ist, dass Lernen auf Augenhöhe vermittelt wird und damit manche Hürden abgebaut werden können, die sonst Schüler verschrecken. Studien haben gezeigt, dass wir von Altersgenossen und Freunden besser lernen als von Lehrerin und später auch von Vorgesetzten.

Wie schnell sich Bildung ändert wird ist noch unklar, man kann davon ausgehen, dass alte und neue Bildungsvermittlungswege noch einige Jahre parallel gehen werden.